Mineralien, Fossilien & Gesteine
sind Zeugen der Erdgeschichte, die viel über das Werden der Landschaft erzählen. Die Ausstellung "Steinreich Österreich" im Steinstadel, einem Jahrhunderte alten, denkmalgeschützten Natursteinbau - hat sich zur Aufgabe gemacht, erdwissenschaftliche Dokumente zu sammeln und konservieren, um sie der Nachwelt zu erhalten.
Seit dem Ausstieg der Gemeinde fehlt uns leider ein Betreiber für das Geozentrum. Deshalb können wir nur sporadisch öffnen. Mehr Infos unter Aktuelles.
Metamorphose
... nennt der Geologe Vorgänge, welche aus Altem Neues formen. Auch unser Geozentrum durchläuft solche Verwandlungen. So war es für das künftige Ausstellungskonzept nötig, zwei der historischen Pultvitrinen in die obere Etage zu schaffen. Sie beherbergen nun die Fossilien des Mesozoikums.
Im Erdgeschoß bauen wir moderne Wandvitrinen. Bis diese mit schönen Mineralien bestückt werden können, gilt es aber noch viel zu schrauben, sägen, streichen, löten... - Wir machen ja alles selber und das braucht seine Zeit.
In Zusammenarbeit mit Steinbruchbetreibern, Grundbesitzern, Fachleuten und Sammlerfreunden entsteht so ein informatives Schaufenster der österreichischenGeologie.
Die Ausstellung wird laufend durch aktuelle Erwerbungen und Neufunde ergänzt. So soll ein Fundus entstehen, der auch die Forschungsarbeit von Experten unterstützt.
Besonders freuen wir uns über faszinierende Exponate,
die uns gelegentlich von guten Freunden für den Steinstadel gespendet werden!
Sonderschauen zu wechselnden Themen sollen Anreiz bieten,
den Steinstadel öfter zu besuchen und dabei immer wieder Neues zu entdecken.
Dieser einzigartige Kristall wurde 2018 vom zurückweichenden Gletscher des Großvenedigers freigegeben und wiegt fast 25 Kilo!
Die 2022 begonnenen Ausbauarbeiten sollen den Platz für die Ausstellungen
in Zukunft um ein Vielfaches vergrößern!
Der hinterste Raum diente früher als Schweinestall und "Rumpelkammer".
Hier galt es einige Kubikmeter Schutt zu entfernen.
Für den Durchbruch der alten Natursteinmauer brauchte es die Zustimmung des Bundesdenkmalamtes. Anschließend wurden 60 Quadratmeter Eisengitter verlegt.
Zwei Mischwägen brachten uns 11 Kubikmeter Beton für den neuen Fußboden.
Die enge Zufahrt war eine Herausforderung!
11 Kubikmeter Beton wiegen rund 28 Tonnen. Da auch der Eingang sehr eng ist, mussten diese händisch mit Schiebetruhen über die Eisengitter verteilt werden.
Zuletzt gaben Eva & Gerald der Oberfläche noch den letzten Schliff.
Der neue Raum soll künftig unsere alpinen Mineralien beherbergen.
Dank großzügiger Unterstützung der Firma JOSEF STEINER / Purgstall an der Erlauf konnten wir am 25. Mai 2023 die Stahlkonstruktion für die 2. Etage einbauen.
Die riesigen, zentnerschweren, vorgefertigten Stahlelemente mussten einzeln von Hand in die gewünschte Postition gebracht und montiert werden.
Nach 15 Stunden Schwerstarbeit ist das Werk vollendet! Herzlichen Dank an die Monteure der Fa. STEINER und alle Helfer, insbesondere Toni Rauscher!
In Folge können zwei der hintorischen Pultvitrinen in die obere Etage transportiert werden, um die Fossilien des Mesozoikums aufzunehmen. Enkel Flori war dabei!
Beim Verlegen des Bodens über dem Gewölberaum - er besteht aus alten Holzbalken - hilft die ganze Familie!
Die Rohziegel-Wand im neu angebundenen Raum der unteren Etage sah nicht gut aus, daher haben wir sie verputzt.
Zuletzt erhält dieser Raum auch einen neuen, strapazfähigen Fußboden. Dank an Altbürgermeister Erich Ringseis, der dabei geholfen hat!
Das ehemalige Kartäuserkloster und die historische Hammerschmiede
liegen unmittelbar neben dem Steinstadel und sind ebenfalls einen Besuch wert!
Geologie ist Teamarbeit
Die Interessen von Hobbysammlern, Experten und vor allem Grundbesitzern sind manchmal recht unterschiedlich. Besonders letztere empfinden die Bergung erdwissenschaftlicher Objekte bisweilen als Störung ihres Besitzes. Hier möchten wir als Vermittler wirken. Jeder - egal welcher der oben genannten Gruppen er angehört - ist herzlich eingeladen, sich in diese Zusammenarbeit einzubringen: Grundbesitzer und Steinbruchbetreiber indem sie die fachgerechte Bergung erdwissenschaftlicher Objekte ermöglichen, Hobbysammler indem sie ihrer Tätigkeit rücksichtsvoll nachgehen und ihre Funde zugänglich machen. Experten binden wir gerne in gemeinsame Projekte ein und schätzen deren Fachwissen bei der Interpretation der Aufsammlungen.
Ausblick
"Nichts ist so gut, dass man es nicht fortwährend besser machen könnte."
Dies soll besonders für unsere Ausstellungen gelten. Das Projekt entwickelt sich stetig. - Geplant ist ein repräsentativer Querschnitt durch die Welt der Mineralien, Fossilien und Gesteine Österreichs.
Die Fossilienschau in der oberen Etage ist inzwischen fast fertig. Sie zeigt in 18 Vitrinen rund 400 Exponate aus allen geologischen Zeitstufen Österreichs. Nun gilt es, die Mineralienschau im Erdgeschoß zu komplettieren. Bis dahin wird aber noch viel Wasser die Donau hinunterfließen. Wer uns öfter besucht, wird immer wieder Neues entdecken können. Über Öffnungszeiten und Fortschritte der Ausstellungsgestaltung informiert die Homepage.