Mineralien, Fossilien & Gesteine

sind unschätzbare Zeugen der Erdgeschichte, die viel über das Werden der Landschaft erzählen. Die Ausstellung "Steinreich Österreich" - untergebracht im "Steinstadel", einem Jahrhunderte alten, denkmalgeschützten Natursteinbau - hat sich zur Aufgabe gemacht, solche erdwissenschaftliche Dokumente zu sammeln und zu konservieren, um sie der Nachwelt zu erhalten. 

In Zusammenarbeit mit Steinbruchbetreibern, Grundbesitzern, Fachleuten wissenschaftlicher Institutionen und Privatsammlern ist eine informative Schau entstanden, die rund 300 Exponate aus der Umgebung von Aggsbach zeigt. Zu sehen sind unter anderem: prächtige Opale, Amethyste und Türkise aus dem Waldviertel, funkelnde Bergkristalle aus dem Kremstal und der Wachau sowie bunte Jaspise und Achate vom Dunkelsteinerwald. Nicht fehlen dürfen die blutroten Edelstein-Granate vom Mitterbachgraben bei Aggsbach. Seltene Erze aus den Kalkalpen sowie Versteinerungen ausgestorbener Tiere und Pflanzen runden die Schau ab.

Die Ausstellung wird laufend durch aktuelle Erwerbungen und Neufunde ergänzt. So soll ein Fundus entstehen, der nicht nur Laien die Faszination der Geologie näher bringt, sondern auch die Forschungsarbeit von Fachleuten unterstützt.


Geologie ist Teamarbeit

Die Interessen von Hobbysammlern, Experten und vor allem Grundbesitzern sind naturgemäß manchmal recht unterschiedlich. Besonders letztere empfinden die Bergung erdwissenschaftlicher Objekte bisweilen als Störung ihres Besitzes. Hier möchten wir als Vermittler wirken. Jeder - egal welcher der oben genannten Gruppen er angehört - ist herzlich eingeladen, sich in diese Zusammenarbeit einzubringen: Grundbesitzer und Steinbruchbetreiber in dem sie die fachgerechte Bergung erdwissenschaftlicher Objekte dulden und dieses Anliegen verstehen, Hobbysammler indem sie ihrer Tätigkeit rücksichtsvoll nachgehen und ihre Funde zugänglich machen. Experten laden wir gerne zu gemeinsamen Projekten ein und schätzen deren Fachwissen bei der Interpretation der Aufsammlungen.

Ausblick


"Nichts ist so gut, dass man es nicht fortwährend besser machen könnte." Dies soll besonders für unsere Ausstellungen gelten. Das Projekt steht erst am Anfang. Die Sammlung im ersten Raum bildet den Grundstock. Weitere Räumlichkeiten sollen nach und nach erschlossen werden. Geplant ist ein repräsentativer Querschnitt durch die Welt der Mineralien, Fossilien und Gesteine Österreichs. Bis dahin wird aber noch viel Wasser die Donau hinunterfließen. Wer uns öfter besucht, wird immer wieder Neues entdecken können. Über Öffnungszeiten und Fortschritte der Ausstellungsgestaltung informiert die Homepage.

Alleine wäre es uns nie möglich gewesen, derart umfangreiche Sammlungen aufzubauen. Deshalb sind wir zahlreichen Personen zu Dank verpflichtet. Dazu gehören etwa Grundbesitzer und Steinbruchbetreiber, die uns uneigennützig die Bergung wertvoller Exponate ermöglichten. Weiters treue Wegbegleiter beim Aufbau der Steinstadel-Ausstellung. Sie alle mögen verzeihen, dass ihre Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. Namentlich erwähnt werden sollen aber jene Gönner, die den Inhalt der Sammlungen maßgeblich bereichert haben: Durch gestiftete oder günstig überlassene Exponate, Bestimmungsarbeit, Fachexpertisen und mehr. Falls wir jemanden übersehen haben, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

Zwei möchten wir besonders hervorheben:

Dr. Herbert Hagel, Furth-Palt 


Er unterrichtete ab 1970 Physik und Naturgeschichte im Bundesrealgymnasium Krems und konnte seine Schüler in unvergleichlicher Weise für die Naturwissenschaften begeistern. Gerald hatte das Glück, als 11jähriger von Herbert "infiziert" zu werden, woraus nicht nur eine sinnstiftende, lebenslange Beschäftigung mit den Steinen, sondern auch eine schon mehr als 50 Jahre andauernde Freundschaft entstand. 



Anton Stummer, Hörfarth


"Toni" war einer der ersten ernsthaften Sammler, die Gerald im Alter von 13 Jahren kennenlernen durfte. Damals beeindruckte vor allem die ästhetische Strukturierung von Tonis Sammlung. Sie wurde zum Vorbild und Toni zum lebenslangen Lehrmeister. Unzählige gemeinsame Sammeltouren stärkten die jahrzehntelange Kameradschaft. Später übergab Toni nach und nach bedeutende Teile seiner Mineralien-, Fossilien- und Gesteinssammlungen an Gerald & Eva, um sie in guten Händen zu wissen. Wir versprechen, diese Erwartung so gut als möglich zu erfüllen!

Da die Zahl der weiteren Gönner sehr groß ist, können wir sie hier nur alphabetisch aufzählen, was unsere Dankbarkeit nicht schmälern soll (in Fettdruck hervorgehoben sind jene, welche besonders großzügige Objektspenden geleistet haben):

Altmann Christian, Paasdorf

Anderle Gerhard, Pfarrer, Grünbach

Aschacher Gerhard, Trofaiach
Auer Christian, Gerasdorf
Bauer Josef, Spitz

Baumgartner Johann, Pielachberg

Böck Erich, St. Andrä

Brandstetter Robert, Grimmenstein

Diewald Wolfgang, Wien
Domberger Roswitha & Kurt, Furth-Göttweig

Ehrenberger Leopold, Kilb †

Emberger Johann † & Olga, Thallern
Eck Hans, Rosental 

Farka Dietmar, Neufurth

Fischer Gerhard, Salzburg

Forcher Sepp † & Helli, Salzburg †

Gräven Wolfgang, Krems
Grill Hans, Neumarkt

Hartmann Rudolf & Inge, Wien

Hehenberger Robert, Paudorf

Huber Josef & Maria, St. Georgen

Huber Peter † & Simone, Wr. Neustadt

Hubmayer Manfred, Krummnussbaum

Inselsbacher Erich, Brunn

Jaidhauser Erich † & Monika, Zintring 

Kai Ottokar, Linz †
Konczer Oliver, Gloggnitz

König Gerold † & Ingrid, Gramastetten 

Köstler Alfred, Spitz †

Körner Amand, Horn

Krumböck Willi, Kilb

Kunz Reinhold, Wien †

Kužman Marko, Mežica

Lehninger Petrus, Stift Melk

Leitner Thomas, Emmersdorf

Lettner Adalbert, Spitz †

Linzner Franz, Linz

Löffler Erwin, Gossam

Meller Barbara, Waidhofen

Messner Rudi, Bruck an der Mur †

Nistelberger Erwin, Annaberg

Nestelberger Hannes, Langenwang

Nitsche Peter, St. Andrä †

Pfeffer Georg, Mödling

Plechinger Alfred, Golling an der Erlauf

Poeverlein Rolf, Traunstein / D

Prasnik Helmut, Villach

Prayer Albert, Irnfritz

Puljic Jožo, Kreševo / BiH

Putzgruber Gerhard, Straß

Ratay Ignaz, Purgstall

Raubal Helmut, Loosdorf

Rausch Leopold, Krems

Rauscher Anton, Aigen bei Furth

Rückeshäuser Heinz, Breitenfurth †

Schabereiter Horst, Leoben

Schachinger Tobias, Ried
Simair Anton, St. Ulrich am Pillersee

Steffan Jean-Luc, Osthoffen / F

Steiner Alois, Bramberg

Steininger Helmut, Langenlois †

Steyrer Richard, Klosterneuburg

Stockinger Hans, St. Pölten †

Stiskal Ondra, Prag

Strunz Harald

Thinschmidt Andreas, Krumau

Tomazic Peter, Öhling

Trautsamwieser Günther, Spitz

Völkerer Norbert, Enzenreith

Wallenta Otmar, Aschach

Watzl Anton, Freistatt

Zahlreiche Fachexperten begleiten unsere Tätigkeit in freundschaftlicher Weise mit Rat, Expertise und mehr. Herzlichen Dank dafür!



Universität Wien:

Ertl Andreas, Straßhof

Götzinger Michael, Wien



Naturhistorisches Museum Wien:

Hammer Vera, Wien

Kolitsch Uwe, Wien

Niedermayr Gerhard, Wien †

Seemann Robert, Wien †

Schillhammer Harald, Wien



Geologische Bundesanstalt Wien:

Auer Christian, Gerasdorf

Coric Stjepan, Wien & Kreševo /BiH
Krickl Robert, Brunn am Gebirge

Linner Manfred, Wien

Roetzel Reinhard, Wien

Supper Robert, Wien

Schuster Ralf, Wien



Universität Graz:

Hauzenberger Christoph, Graz


Universität Innsbruck:
Spötl Christoph



Montanuniversität Leoben:

Mali Heinrich, Leoben



Haus der Natur, Salzburg:

Bieniok Anna, Salzburg



Krahuletzmuseum Eggenburg:

Steininger Fritz, Eggenburg

Tuzar Hans, Eggenburg


Amethystwelt Maissau:
Riedel Christian, Hötzelsdorf



Weitere:
Bode Rainer, Salzhemmendorf / D

Mörtl Sepp, Viktring

Steininger Harald, St. Pölten

Weise Christian, München / D

Weiß Stefan, München / D



Besonderer Dank an Erwin Löffler für die kritische Durchsicht und Korrektur unserer Homepage!



DIE AUSSTELLUNG IM STEINSTADEL 

Werdegang und Ausblick:

2003: Nach der Revitalisierung der Alten Hammerschmiede sucht man nach einer Verwendung für den benachbarten Steinstadel. Die Besitzerin, Frau Maria Pehn kennt die Mineraliensammlung der Familie Knobloch und erzählt Josef Dorn davon. Dieser hatte sich bei der Schmiede große Verdienste erworben. Spontan entsteht die Idee, im Steinstadel eine Ausstellung mit regionalen Mineralien und Fossilien einzurichten. Gerald & Eva Knobloch brauchten davon nicht lange überzeugt zu werden. 

2004: Mit finanzieller Unterstützung von Gemeinde & Land Niederösterreich sowie zahlreichen ehrenamtlichen Helfern können das Dach repariert und zwei Räume für Ausstellungen adaptiert werden. - Gute Beziehungen von Gerald Knobloch zur Geologischen Bundesanstalt Wien führen zur Schenkung wertvoller historischer Vitrinen. 


2005: Nach dem aufwändigen Transport der Vitrinen beginnt Familie Knobloch mit der Einrichtung der Ausstellungen. Gleichzeitig wird an einem Konzept zur gemeinsamen touristischen Nutzung von Kartause, Garten, Schmiede & Steinstadel gearbeitet. Die Initiative dazu unter dem Titel "Kartäuserland" kommt vom Historiker Dr. Gerhard Floßmann, die Projektbeschreibung von Gerald Knobloch. 


2006: Der Hauptraum ist fertig eingerichtet, in der "Schatzkammer" (ehemalige Stallungen) entsteht die erste Sonderschau "Edelsteine in Niederösterreich". 


Am 24. Juni 2006 wird im Beisein zahlreicher Prominenz das "Mineralienzentrum Steinstadel" eröffnet. Kurz darauf berichtet auch ein Fernsehteam des ORF davon. - In der Folge wird mit Hilfe der Gemeinde ein Besichtigungskonzept für alle Komponenten des "Kartäuserlandes" umgesetzt, das später in die Gründung einer Betriebs-GmbH mündet. Im Steinstadel werden regelmäßig hochkarätige Sonderschauen organisiert, die breiten Widerhall in den Medien (ORF, div. Zeitungen & Magazine,...) finden. Neben heimischen & internationalen Top-Experten besuchen auch Prominente, wie das Ehepaar Helli & Sepp Forcher oder der Autor Alfred Komarek den Steinstadel. 


2019: Der "Kulturbezirk Kartause" (früher "Kartäuserland") ist nach Eröffnung des neuen Meditationsgartens und des Kartäusermuseums zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Der Steinstadel genießt vor allem in Expertenkreisen einen hervorragenden Ruf. Die wichtigsten europäischen Fachzeitschriften (Lapis, MineralienWelt,..) berichten immer wieder. Gerald Knobloch organisiert Workshops für verschiedene Zielgruppen, geologische Wanderungen und vieles mehr. - Im März 2018 präsentiert er ein Modell und einen Konzeptentwurf zum Ausbau des Steinstadels auf die fünffache Ausstellungsfläche. 


2020: Im Februar dieses Jahres teilt die Gemeinde mit, dass sie wegen finanzieller Probleme den Betrieb des "Kulturbezirk Kartause" einstellt und die Gesellschaft auflöst. Nur wenig später legt ein unsichtbares Etwas namens "Corona" das öffentliche Kulturleben lahm. Auch der Steinstadel muss schließen. Zwischen den Lockdowns bietet Familie Knobloch eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten. 


2021: Am 18. Juli richtet ein infernales Unwetter schwere Verwüstungen im ehemaligen Kulturbezirk an. Im Gegensatz zu Kartäusermuseum & Kirche kommen Schmiede & Steinstadel glimpflicher davon. Die Schäden im und um den Steinstadel halten sich in Grenzen und sind inzwischen beseitigt, die Ausstellung im Hauptraum erfährt ein "Lifting". Zwischen pandemiebedingten "Lockdowns" gibt es einzelne Sonderführungen und einen Mineralien-Workshop für Vorschulkinder, der großen Anklang findet. 


2022: Der 7. März 2022 bringt den Wendepunkt im Werdegang des Steinstadels: Dank des Entgegenkommens durch den bisherigen Besitzer, Herrn Mag. Alois Kastenberger, können wir, Eva & Gerald Knobloch, den Steinstadel käuflich erwerben. Dies eröffnet uns als neue Eigentümer großartige Möglichkeiten: Große Teile unserer umfangreichen geowissenschaftlicher Sammlungen sollen künftig hier eine neue Heimat bekommen. 


Kurzfristig ist die Aktualisierung der bestehenden Mineralien- & Fossilienschau und die Wiederaufnahme von Sonderausstellungen geplant. In weiterer Folge soll schrittweise der Ausbau zu einem repräsentativen österreichischen Geozentrum folgen. Dieses wird Mineralien, Fossilien und Gesteine aus allen Regionen des Landes zeigen. 


Der Ausbau wird aber auch erhebliche finanzielle Aufwendungen erfordern. Nötig sind unter Anderem die Adaptierung des dritten Raumes, der Einbau einer Zwischenetage über alle Räume und die Anschaffung neuer Vitrinen mit moderner LED-Beleuchtung. Das alles können wir derzeit nicht alleine stemmen. Deshalb suchen wir Fördergeber, Sponsoren und Unterstützer. Wenn sie auch beitragen möchten, wenden sie sich bitte an: 



gknobloch@steinstadel.at 

Spendenkonto: 

IBAN: AT08 2025 6010 0101 5336 

BIC: SPSPAT21XXX 

Für finanzielle Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich! 

Wir garantieren, dass allfällige finanzielle Zuwendungen ausnahmslos für den Ausbau und zur Verbesserung der geowissenschaftlichen Ausstellungen im Geozentrum Steinstadel verwendet werden. Über deren Einlangen und Widmung wird selbstverständlich genau Buch geführt!