Faszination Geologie

Wir lieben die Erdwissenschaften mit all ihren Facetten und möchten diese Faszination gerne teilen! Seit mehr als 50 Jahren widmen wir uns den Steinen. Wir pflegen dabei die Zusammenarbeit mit Experten und anderen Gleichgesinnten. Teile unserer umfangreichen Sammlungen von Mineralien, Fossilien und Gesteinen sollen künftig im "Geozentrum Steinstadel" Jung & Alt begeistern!

Was ist geplant?

Diese Homepage möchte das Interesse an den Erdwissenschaften wecken, aber auch unser Projekt vorstellen:

Eine Institution, welche Österreichs "Bodenschätze"  in umfassender und moderner Weise präsentiert! Sorgfältig geplante Ausbauschritte im Steinstadel sollen den dafür nötigen Platz schaffen.

Die öffentliche Hand signalisiert Unterstützung für dieses Projekt. Die Fördermöglichkeiten sind aber begrenzt. Deshalb müssen wir die Umsetzung unserer Pläne großteils aus eigener Kraft stemmen. Das wird viel Engagement und vor allem Zeit fordern. So sind es vorerst hauptsächlich Bilder, welche die Faszination für die geologischen Besonderheiten unseres Landes wecken sollen. Später möchten wir diese um spannende Geschichten bereichern, denn "wer ihre Sprache versteht, dem reden die Steine". (Alfred Egli, Schweizer Naturforscher)

Azurit, Badersdorf / Burgenland

Turmschnecke, Dreieichen / NÖ

Granat-Pyroxenit, Wanzenau / NÖ

Obirhöhlen / Kärnten

Attraktive Nachbarn: Kloster & Schmiede

Kartause Aggsbach


Im engen Wolfsteingraben hinter dem Steinstadel liegt idyllisch eingebettet das 1380 gegründete Kartäuserkloster. Bis zu seiner Auflösung durch Joseph II lebten, beteten und arbeiteten dort die "Weißen Mönche". In den letzten Jahrzehnten wurde die Anlage restauriert, das Museum erneuert, sowie der Garten neu gestaltet. 

Leider richtete ein Unwetter am 18. Juli 2021 schwere Schäden an, deren Beseitigung noch großen Aufwand erfordert. 

Meditationsgarten


In der aktiven Zeit wohnten die Mönche in "Zellen", - kleinen Häuschen mit Garten, die durch den "Großen Kreuzgang" verbunden waren. Leider hat man diesen Trakt nach der Auflösung des Klosters abgerissen und die gewonnenen Steine als Baumaterial für die Errichtung des Kirchturms verwendet.  

Vor einigen Jahren wurden die Grundrisse der ehemaligen Baulichkeiten durch bepflanzte Rankgitter wieder sichtbar gemacht und um Tafeln mit Texten aus der Kartäuserregel, sowie moderner Denker, bereichert. Diese eindrucksvolle Anlage kann jederzeit besucht werden.


Information:

www.kartause-aggsbach.at

Zum Gemeindegebiet gehören weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten, deren Besuch sich lohnt:

Kloster Schönbühel

www.kloster-schönbühel.at

Burgruine Aggstein

www.ruineaggstein.at






Alte  Hammerschmiede


Neben dem Steinstadel befindet sich die sehenswerte alte Hammerschmiede. Diese wurde von ihrem Besitzer mit großem Engagement restauriert. Seit September 2022 kann man dort wieder die alte Handwerkskunst hautnah erleben. Information:


www.hammerschmiede-pehn.at


Die idyllische Lage der Kartause Aggsbach mitten im Aggswald bedingte von Beginn an eine wirtschaftliche Nutzung des reichlich vorhandenen Holzes. So lag es nahe, vor Ort eine Fertigungsstätte für die nötigen Werkzeuge zu errichten.


Nach unterschiedlichen Quellen dürften die Anfänge der Hammerschmiede ins 16., vielleicht sogar ins späte 15. Jahrhundert datieren. Da man zu dieser Zeit keine Erzvorkommen in erreichbarer Nähe kannte, musste man auf Alteisen als Rohstoff zurückgreifen. 


Die Schmiede besitzt drei Wasserräder: Das oberste betätigt den großen Schwanzhammer für die gröberen Arbeiten. - Das zweite betreibt den Blasbalg, der über ein Rohrsystem die Kohle in der großen Esse am Glühen hält. Manche Werkstücke, wie etwa Hacken oder Sicheln, brauchen schließlich noch den nötigen Schliff. Diesen besorgt der Schleifstein, der vom dritten Wasserrad angetrieben wird. - Über die ersten Betreiber weiß man wenig, nur dass sie eigenständig arbeiteten und dem Kloster zinspflichtig waren. Danach wechselte die Anlage mehrmals die Eigentümer, bis sie 1871 in den Besitz der Familie Pehn gelangte, welche sie mit kurzen Unterbrechungen bis 1956 betrieb. Maria Pehn, die 2013 verstorbene Tochter des letzten Schmiedes, wachte Zeit ihres Lebens fürsorglich über die Gebäude & Gerätschaften. Es ist ein großes Glück, dass diese faszinierende Mechanik – ein wahres Meisterstück früher technischer Kunstfertigkeit - über die Jahrhunderte erhalten werden konnte. Nach behutsamen Restaurierungsarbeiten Anfang des 21. Jahrhunderts ist die Aggsbacher Hammerschmiede heute der einzige voll funktionsfähige Betrieb seiner Art in Mitteleuropa! Ein beeindruckendes Zeugnis von Langlebigkeit in einer Zeit, wo auch die Lebensdauer technischer Einrichtungen immer kürzer wird.